Eine Harmonie aus Mädchenschach und U8: Am vergangenen Wochenende konnten sensationelle 13 Mädchenmannschaften und 18 U8-Kinder ihr schachliches Know-how präsentieren. Bei der U8 Landesmeisterschaft bedeutete diese Zahl, dass zwei Drittel aller U8-Kinder im Land antraten. Zum ersten Mal in meiner fünfjährigen Amtszeit war zudem eine U20-Mannschaft dabei, das ist eine sehr positive Entwicklung. Beide Altersklassen konnten voneinander lernen. Die U8 zeigte, wie leise man einen Schachsaal betreten kann, und die größeren Mädchen teilten ihr schachliches Wissen. Zusätzliche (jugendliche) Power wurde durch 3 Nachwuchs-Schiedsrichter aus dem Jugendteam ins Spiel gebracht sowie durch Sindy als Schiedsrichterin.
Bei der Mädchenmannschaftsmeisterschaft war die Erkenntnis am Wochenende, dass jedes Team spannende und zum Teil sehr lange Partien aufs Brett bringen konnte. Alle konnten sich Brettpunkte sichern. In der U12w war es lange nicht absehbar, wer sich am Ende eine Medaille holen würde und wer ‚nur‘ die hinteren Plätze. Mitunter sah man auch mal die ein oder andere dicke Überraschung, wie in der Partie zwischen Staßfurt und dem Roten Turm Halle in der U12w oder den Duellen der Tangerhütter Teams in der U16w gegen den Roten Turm bzw. der U12w gegen den USC Magdeburg.
Und was auffällt, als Erkenntnis Nummer 4 gewissermaßen: Auch Gastspielerinnen werden immer öfter schon auf Landesebene eingebunden, und in diesem Jahr schafften alle sechs Mädchen tatsächlich mindestens 50 % der Punkte oder sogar mehr. Zwei Mädchen, Sofiia Abahamou, von den Saalespringern Halle (für Bad Dürrenberg im Einsatz) und Emma Hermine Knauf vom SV Oebisfelde (für Tangerhütte I spielend), schafften sogar sagenhafte 100 Prozent (5 aus 5).
Grundsätzlich ist die Einbindung von vereinzelten Mädchen eine sehr positive Entwicklung, um allen Mädchen im Land die Teilnahme zu ermöglichen, aber hier müssen nach den Meinungsverschiedenheiten im Land für die Zukunft die Landesregeln an die der Deutschen Schachjugend angeglichen werden. Sollte die NDVM U12w + U16w 2026 in Arendsee (18. bis 21. bzw. 22. September) offen ausgespielt werden, würde ich mich über möglichst viele Teilnehmer aus unserem Bundesland freuen. Das Niveau der Spiele vom Wochenende war einer Norddeutschen Meisterschaft würdig.








